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Weihnachtszeitung der Stadt Werneuchen von 1948


09.01.2008, Werneuchen - Ergebnisse der Arbeitsgruppe "Stienitzaue" hinterfragt

Seit geraumer Zeit beschäftigt sich eine im Auftrag der Stadt gebildete Arbeitsgruppe mit der Straßen- und Wegesituation im Bezirk Stienitzaue. In der letzten Stadtverordnetenversammlung wurden nun die ersten Ergebnisse der Analyse und weitergehender Empfehlungen vorgelegt.
Grund für die Bildung der Arbeitsgruppe "Stienitzaue" war, das der Zustand der Siedlungsstraßen der starken Siedlungsentwicklung der letzten Jahre nicht mehr Rechnung getragen hatte. Besonders die mit dem verstärkten Eigenheimbau und dem Zuzug von Bewohnern einhergehende Erhöhung des Verkehrsaufkommen, stand nach erster Einschätzung  in keinem Verhältnis mehr zum allgemeinen Straßenzustand. Um die Erarbeitung einer Konzeption des Straßenausbaues und die Beurteilung der zu erwartenden Kosten ging es der Stadt nun zunächst u.a. bei der Bildung und Beauftragung der Arbeitsgruppe "Stienitzaue".
Durch die AG wurde jetzt zunächst festgestellt, dass von den etwa 5 Kilometern öffentlichen Straßen etwa 3 Kilometer unbefestigt sind.
Den Anwohnern, die sich hier an den unbefestigten Straßen ihre Häuser errichteten bzw. Häuser bewohnen gefällt nun die Situation der Straßen nicht mehr. Sie möchten nun "richtige Straßen" in ihrem Wohngebiet. Einige Anwohner pochen zudem auf die Errichtung befestigter Straßen "zu Kosten der Stadt". Die Sandwege stauben im Sommer und verschlammen bei Regen und bilden Schlaglöcher.
Die AG stufte die Straßen zunächst nach ihrem Verkehrsaufkommen bzw. ihrer Bedeutung für den Verkehr in drei Kategorien ein. Entsprechend der beiden kleinsten Kategorien soll es gemeinsame Fahr- und Gehwege, sowie eine Entwässerung und eine Beleuchtung geben.
Bei einem Ausbau des Straßennetzes könnte zudem der Beiersdorfer Weg zur Anliegerstraße zurückgestuft werden, weil die Verkehrswege sich dann mit auf neu befestigte Straßen verteilen und die Verkehrslast des "Beiersdorfer Weges" abnimmt.
Abschließend empfiehlt die AG den Bau von Wendeschleifen an den Enden von Straßen zu den Ackerflächen, welche sich aber in Privateigentum befinden und angekauft werden müssten.
Die Mehrzahl einiger nun befragter Bürger von Werneuchen sind nach nicht offiziellen Umfragen mit den Untersuchungsergebnissen der Arbeitsgruppe wenig zufrieden bzw. einverstanden.
In die Kritik gerät zunächst die Einstufung der Straßen nach ihrem derzeitigen Verkehrsaufkommen durch die AG. "Nur weil auf einer Straße fünf Auto`s mehr als auf einer Anderen fahren, kann man doch in Stienitzaue nicht von verschiedenen Straßenkategorien sprechen. Das kann man in Berlin machen. Die Prenzlauer Alle und ihre Nebenstraßen in Berlin kann man in Kategorien einteilen, aber nicht die Siedlungstraßen von Stienitzaue".
Entsprechend der beiden kleinsten Kategorien soll es gemeinsame Fahr- und Gehwege, sowie eine Entwässerung und eine Beleuchtung geben. Für die erste Straßenkategorie getrennte Fahr- und Fußwege. Ein Einwohner dazu: Der in vielen Varianten und individuellen Geschmäckern gestaltete Häuserbau bietet zur Zeit einen sehr abwechslungsreichen Anblick. Ein einheitlich gestalteter, geschmackvoller Straßenbau, würde hierfür ein harmonisierenden Ausgleich abgeben".
Ein anderer Bürger ergänzte: "Wichtig wäre vor allen Dingen die Gestaltung eines einheitlichen und modernen Ortsbildes. Die Straßen sollten alle über eine zweispurige Fahrbahn, Gehwege, Entwässerung und Beleuchtung verfügen und man sollte man sich an das bisher erfolgreiche Konzept der Stadt Werneuchen halten, Straßen zu asphaltieren, aber Wege und Einfahrten in Naturstein auszuführen, auch wenn hierfür etwas höhere finanzielle Mittel erforderlich wären".
"Die Siedlung "Stienitzaue" ist "eine einzige Sackgasse. Man fährt herein und auf demselben Weg wieder heraus. Ein Ausbau bzw. eine Wiederherstellung des aus DDR-Zeiten verwahrlosten Beiersdorfer Weg als Verbindungsstraße nach Beiersdorf, würde das Leben und Wohnen attraktiver machen, das Leben der Jugendlichen bereichern und nicht zuletzt auch den Wert der Grundstücke und Häuser der "Sackgassensiedlung Stienitzaue" nachhaltig erhöhen bzw. stabilisieren.
"Der "Beiersdorfer Weg" muß nach Beiersdorf langfristig befestigt und ausgebaut werden". Ein e.V. zur Entwicklung des Barnim`s und der Bürgermeister von Beiersdorf haben hier schon längst ihre entsprechenden Empfehlungen gegeben. Grobe Fehler bei dem Verkauf von Grundstücken auf denen der "Beiersdorfer Weg" verläuft müssen so schnell wie möglich korrigiert und Verhandlungen mit den Eigentümern aufgenommen werden. Diese dürften dem Verkauf sicher zustimmen, weil ihr ebenfalls enormes Eigeninteresse vorhanden sein dürfte.
Der unrechtmäßig zur Hälfte auf dem "Beiersdorfer Weg" stehende Zaun aus DDR- Zeiten der Obstplantage sollte ebenfalls umgehend zurück gesetzt werden und an die Besitzer des Zaunes entsprechende Aufforderungen ergehen. Dies alles würde zunächst eine enorme Entwicklung für Beiersdorf und den Ortsteil Stienitzaue gleichermaßen mit sich bringen. Nachhaltig für die Wirtschaft und den Tourismus. Werneuchen ist ein "Entwicklungsland" in Sachen Straßenanbindung zu benachbarten Orten, sieht man die Straßen zu den benachbarten Wesendahl, Schönfeld und Beiersdorf."
In die Kritik gerät auch die Empfehlung der "AG" Wendeschleifen an den Enden von Straßen zu den Ackerflächen zu bauen. "Was Stienitzaue braucht, ist eine Ringstraße, die das Wohngebiet ordentlich abschließt und den Verkehr rundherum fahren lässt. Wendeschleifen machen dagegen gar keinen Sinn.  Wenn die Wendeschleifen auf der anderen Seite für die Anwohner so wichtig wären, dann hätten sie sich doch organisieren können, Geld zusammengelegt und die Flächen gemeinschaftlich angekauft. Andere Gemeinden wären hier "Beispielgebend". Aber so wichtig wäre es den Bürgern dann wohl auch nicht. Vereins- Siedlungs- und Bürgerwesen dürften sich eben nicht nur im "Bierzelt" und beim "Siedlungsfest" abspielen".
Lob gibt es auf breiter Linie, dass sich die Stadt nun aber "im Rahmen einer Arbeitsgruppe mit dem Thema beschäftigt".
Ein Thema, wenn es die Mitglieder der Arbeitsgruppe wirklich ernst nehmen, schwierig und langwierig sein wird und noch zahlreicher weiterer Untersuchungen zu einer nachhaltigen Entwicklung der Siedlung bedarf. Dazu gehört nach den deutlichen Worten alt eingesessener Bürger von Werneuchen also, dass "Sackgassenaue" endlich ortsübergreifend in die Verkehrsplanung einbezogen wird, um so eine Grundlage zu bilden, hier überhaupt "befestigte Straßen" für die "Häuslebesitzer" bauen zu lassen.
"Endlich muß - so eine Stimme "man auch in der Stadt endlich verstehen, dass auch die Probleme mit der schleppenden "Flugplatzvermarktung" eng mit der fehlenden Straße nach Wesendahl zusammenhängen". "Niemand möchte sich teures Bauland und ein teures Eigenheim in einem "Sackgassenortsteil" zulegen." Endlich müsse aufgehört werden, Werneuchen als von den benachbarten Landkreisen "isoliertes Einbahnstraßenobjekt" anzusehen.
Mit Blick auf den Bürgermeister heißt es weiter: "Wer Käufer in Einkaufszentren an der B158, Siedler auf dem Flugplatz, eine nachhaltige Entwicklung in Stienitzaue und keinen weiteren Niedergang der Altstadt in Werneuchen haben will, darf nicht nur versuchen mit innerstädtischen Straßenbau bei den Bürgern zu punkten. Hier liegen zwar die wirklichen Brennpunkte für die Stadt Werneuchen, die Lösung aber liegt nunmehr an den Stadtgrenzen, an der Verbindung zu den Nachbarorten.
Wenn Netto, Lidl, Plus und die anderen Geschäfte, Gastronomie und Autohäuser sich entwickeln sollen und die B158 wieder zur bedeutenden Lebensader der Stadt Werneuchen werden soll, muss wieder die Straße nach Wesendahl und Beiersdorf/Schönfeld befahrbar gemacht werden.

Festschrift zum 250. Geburtstages des Dichterpastors F.W.A. Schmidt


Werneuchen-Aus alter Zeit
ist ein Buch zur Geschichte der Stadt Werneuchen
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Hinweis: Nachrichtentexte geben den Sachstand am Tag ihrer Veröffentlichung wieder.

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