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Weihnachtszeitung der Stadt Werneuchen von 1948

24.03.2008, Werneuchen - Von einem unnützen Kreisel

 

Der Kreisverkehr in Werneuchen ist erst wenige Jahre alt und entstand im Zuge des Neubaues der B158. Doch jetzt wird er aus Landes- und Bundesmitteln schon wieder "umgebaut", damit er "künftig von Groß- und Schwerlasttransporten besser befahren werden kann". So heißt es in der öffentlichen Mitteilung des Landesbetriebes Straßenwesen Brandenburg mit Sitz in Eberswalde vom 3.3.08. Auch die MOZ, die Märkische Oderzeitung (zum Artikel) folgt der Darstellung des Landesstraßenbetriebes und stellt den Neubau als Umbau und Reparatur hin, weil das Land nun auf "zunehmende Schwertransporte reagieren" müsste.

Dabei fuhren die Schwertransporte auch schon lange vorher und unmittelbar nach seiner damaligen Fertigstellung wurde er so das erste Mal schwer beschädigt.

Deshalb war der Kreisverkehr von Anfang an eine kostspielige Fehlplanung.  Die verschiedenen zu berücksichtigenden Faktoren für einen sinnvollen Einsatz eines "sog. "kleinen Kreisverkehres" blieben im Landesstraßenamt Eberswalde unberücksichtigt. Nicht nur die Mehrkosten für einen Kreisverkehr und die Mehraufwendungen für die Schwerlasttransporte kamen dem Steuerzahler teuer zu stehen,  sondern der gesamte Autoverkehr der B158 quält sich seit dem mit erheblich zu reduzierender Einfahrtsgeschwindigkeit durch den engen kurvigen Kreisel.

Dabei verteilen Kreisverkehre bei etwa "gleichmäßigem Verkehrsaufkommen an allen Zufahrtstraßen sehr gut den Verkehr, sind Wirtschaftlich und effizient. Doch dies ist im vorliegenden Fall nicht gegeben, da aus Richtung Stienitzaue und vom ehemaligen Flugplatz unverhältnismäßig wenig Fahrzeuge auf den Kreisverkehr treffen. Auf der Hauptverkehrsader der B158 gibt es ein hundertfach höher liegenden Verkehrsdurchsatz gegenüber der Richtung Stienitzaue- ehemaliger Flugplatz. Ein Kreisverkehr hat in diesem Fall nur Nachteile. Deshalb wurden auch bisher keine Kreisverkehre auf der B158 gebaut. Werneuchen hat den "Einzigen".

Im Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg hat es Konsequenzen oder eine Aufarbeitung dieser kostspieligen Fehlplanung und Ausführung nicht gegeben. Die Behörde schrieb ungerührt einfach eine Vergabe des Bauvorhabens für einen Abriss und Neubau am 19.11.2007 als Reaktion auf "einen zunehmenden Schwerlasttransport auf der B158" wieder öffentlich aus.

Das "Schwarzbuch" der Steuerverschwendung im Landesbetrieb Straßenwesen für den Abriss und Neubau des Kreisels liest sich da wie folgt: "125 qm Asphaltbefestigung, 400 qm Pflasterbefestigung und 300 m Borde aufnehmen, 75 m Entwässerungsleitung ausbauen, 100 cbm Boden abtragen, 54 qm Rasen säen, 2 St. Schächte regulieren.

28 cbm Frostschutzschicht, 78 qm Schotter, 160 qm Beton, 125 qm Gussasphalt, 820 qm Asphaltbeton, 200 qm Pflasterbefestigung und 330 m Bordsteine einbringen... "

Nun wird innerhalb des Kreisverkehres eine Überquerung für Groß- und Schwerlasttransportfahrzeuge geschaffen, die zumindest nun für Schwerlasttransporte ein problemloses Befahren des Kreisels zulassen sollen. Ende April sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Der Verkehr auf der B 158 wird bis zum Abschluss der Bauarbeiten halbseitig mit Hilfe einer Ampelregelung an der Baustelle vorbeigeführt. Bis dahin werden der Neubau des ersten Kreisverkehres, sein jetziger Totalabriss und der wiederholte Neubau mit Überquerung dem Steuerzahler fast eine halbe Million Euro aus Landes- und Bundesmitteln gekostet haben.

Der Autoverkehr der B158 wird sich aber auch nach dem Abriss und Neubau des Kreisverkehrs weiter auf der B158 anstauen und sinnlos durch einen neuen kleinen kurvigen Kreisel zwängen müssen.

Festschrift zum 250. Geburtstages des Dichterpastors F.W.A. Schmidt


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