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Weihnachtszeitung der Stadt Werneuchen von 1948

27.04.2008, Werneuchen - Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung

Werden die Einwohnerzahlen steigen? Wie ist die Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt in Werneuchen? Was macht man im Rathaus?

Nach einer jetzt veröffentlichten neuen Bevölkerungsprognose des Landesamtes für Statistik geht der allgemeine Bevölkerungsrückgang in Brandenburg weiter. In 20 Jahren werden demnach 15% Prozent weniger Einwohner in Brandenburg leben. Dabei hatten Gemeinden wie Werneuchen von 1990 an einen zwar geringen aber stetigen Anstieg der Einwohnerzahlen zu verzeichnen. Diese Zahlen stagnieren jetzt, weil nach weiteren Auskünften des Amtes für Statistik der Einwohnerzuzug maßgeblich auch auf die Gewährung von Eigenheimzulagen für den Neubau von Einfamilienhäusern zurückzuführen war. Seit dem Wegfall dieser Förderung gab es gewaltige Veränderungen auf dem Immobilienmarkt. Nach Prognosen werden schon 2020 etwa 20% des zur Zeit vorhandenen Wohnraumes in Werneuchen leer stehen. Auch zur Zeit steht schon ein Rekordangebot an freien zu verkaufender Immobilien in Werneuchen zur Verfügung. Allein über selbstständige Makler werden weit über 50, im Internet 15, über Treuhand und Stadt weitere 22 leer stehende Immobilien angeboten. Einige weitere Immobilien in Werneuchen befinden sich in Zwangsversteigerungsverfahren (Wohn- und Geschäftshaus mit der Plusfiliale). Allein auf der zum Verkauf stehenden "U-Siedlung- Wegendorfer Straße" mit 6 Wohngebäuden und den 12 Kasernenbauten auf dem Flugplatz steht die Zahl von ca. 250 unsanierter und nicht nutzbarer Wohnungen leer. Doch die Probleme sind im Rathaus hausgemacht, denn dort hat man anscheinend weder einen Plan noch ein Konzept.

Die damalige Entscheidung aus dem ehemaligen Flugplatz plötzlich eine "Rosenparksiedlung" zu gestalten, obwohl die Stadt genug eigene Aufgaben zu bewältigen hatte, stellte sich mittlerweile als Riesenfehler heraus. Der Umbau der 6 Kasernenbauten zu Wohnzwecken war nicht nur äußerst kostspielig, sondern führte zu erheblicher Vernachlässigung der innerstädtischen Wohnanlagen, wie z.B. in der Wegendorfer Straße. Es ist zu keiner wundersamen Geldvermehrung im Stadthaushalt noch zu einer Bevölkerungsexplosion gekommen.Das ehemalige Wohnensemble Wegendorfer Straße ist inzwischen heruntergekommen und steht zum Verkauf.

Dies kommt einer Notschlachtung gleich, denn es ist eigentlich allgemein bekannt, dass man Wohnensembles, die nicht nur unter Denkmalschutz stehen und ausschließlich in ihrer Gesamtgestaltung ein einheitliches Bild abgeben, nicht parzellieren und an verschiedene Eigentümer verscherbeln kann. Es gibt bereits erste praktische Erfahrungen: Einer der ersten Käufer umzäunte seine Neuerwerbung bereits mit einem Maschendrahtzaun, was zu einigem Unmut aller dortigen Garagenbesitzer, wie auch der Wohnungsmieter selbst führte.

Sanierungsbedürftiges Wohnhaus der ehemaligen "U-Siedlung". Die Häuser werden zur Zeit einzeln verkauft.

Nun wird sie geschlachtet. Die U-Siedlung. Der Immobilienanbieter saugt noch die herauszuholenden Provisionen heraus. Den Maklern ist die ganze Sache sowieso egal. Irgendwer kauft immer und dann gibt es die fällige Provision.
Die U-Siedlung noch als einheitliches Wohnensemble mit Parkcharakter, 1943.

Wie es eigentlich gehen kann, weiß man dabei im Ratzhaus ganz genau. Der Schlachtung der U-Siedlung steht  mustergültig die Wohnsiedlung "Poststraße" als gelungenes Konzept für die Sanierung und den Erhalt eines Wohnensembles gegenüber. Wie andere Barnimer Kommunen hatte auch die Stadt Werneuchen Bedenken zum Entwurf des Landesentwicklungsplanes Berlin-Brandenburg geäußert. Die Stadtverordneten von Werneuchen stießen sich daran, dass sich die Möglichkeiten für neue Wohnsiedlungsflächen drastisch verringerten, sollte der Plan in der vorliegenden Form beschlossen werden. Werneuchens Flächennutzungsplan sah noch im Februar 2008 für den Neubau von Wohnsiedlungen bis 2020 insgesamt 34 Hektar vor, 15 in der Kernstadt und 19 in den sieben Ortsteilen. Nach dem Entwurf des neuen Entwicklungsplanes, würde sich diese Fläche auf nur noch vier Hektar bis 2018 verringern. Das bedeutet, dass jährlich nur noch sieben Baugrundstücke vergeben werden könnten. Die Abgeordneten monierten dabei das mit dieser Beschränkung erhebliche Entwicklungspotenziale stillgelegt werden würden. Wem das jetzt zu schnell war noch einmal langsam:- 34 ha sind für den Neubau von Wohnsiedlungen vorgesehen - die Gesamtfläche von Werneuchen (und den angeschlossenen Gemeinden) liegt aber bei nur 11,63 ha (Quelle: www.werneuchen.de) Mit Recht dürfen Sie sich nun fragen: Mit welchen Bevölkerungszuwächsen rechnet man eigentlich in der Stadtverordnetenversammlung von Werneuchen Mit etwa einer Verdreifachung der Bevölkerung bis 2018?

Festschrift zum 250. Geburtstages des Dichterpastors F.W.A. Schmidt


Werneuchen-Aus alter Zeit
ist ein Buch zur Geschichte der Stadt Werneuchen
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Hinweis: Nachrichtentexte geben den Sachstand am Tag ihrer Veröffentlichung wieder.

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