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Weihnachtszeitung der Stadt Werneuchen von 1948

 

04.06.2008, Werneuchen - Die Mülldeponie Höhe Obstplantage
Im Ortsteil Stienitzaue in Richtung Beiersdorf führt der Weg zunächst an der Obstbaumplantage vorbei. An ihrem Ende gehörte die Feldflur früher zur Linken dem Bauern Paul Tissmer aus Werneuchen und rechterhand seinem Bruder Walter Tissmer aus Weesow (siehe Foto links). "Es ist hier alles altes Kulturland", so ein älterer Einwohner aus Werneuchen. Hier stand: “der Tissmer” mit seinem “Heu- Strohbinder”, hier zog das Pferd spurgenau den Pflug, bis Ochsen in den Kriegsjahren die Zuglasten übernahmen" und hier bogen die Ackerbürger Schmiedickes nach rechts auf ihre Felder ab. Heute ist der Beiersdorfer Weg lange vernachlässigt und zerfahren. Rechterhand des Weges tun sich flache lang gezogene Abfallberge auf. Ein damaliger Zeitzeuge: "Bagger und LKW`s fuhren plötzlich in Kolonne den Beiersdorfer Weg hoch und fingen an hier den Boden auf der Suche nach Sand- und Kies aufzubaggern".
Dann gingen die Bagger viele Meter tief durch die Kies- und Sandadern des Ackers des Bauer Tissmers aus Weesow. Die schweren LKW`s spielten dem damals 6 Meter breiten und unbefestigtem „Beiersdorfer Weg“ übel mit. Für was die gewaltigen Sand- und Kiesmassen gebraucht wurden, weiß bis heute niemand. Ein Zeitzeuge: Später kamen die LKW` Kolonnen wieder zurück, beladen mit Bauschutt, Schrott, Gewerbeabfall und Hausmüll. Auch die hiesige Bevölkerung soll damals die Grube zum Entsorgen ihres Mülls genommen haben. Das Bewußtsein, war damals nicht so ausgeprägt. Um diese Umweltsünde zu verdecken, wurde eine dünne Erdschicht aufgeschüttet, die mittlerweile durch die vergangenen Jahrzehnte begrünt und bewachsen ist. Bisher zog hier niemand Bodenproben obwohl bis mindestens 1980 erhebliche Mengen von unsortierten Baumisch- und Gewerbeabfällen entsorgt worden sind. Aber auch wenn zumindest das Grundwasser nicht bedroht wird, ist die Landschaft jetzt nur noch mit viel Geld wieder in Ordnung zu bringen.

Doch auch wenn Untersuchungen keine schweren Schadstoffe feststellen sollten: Es ist ein Erbe mit ewiger „Halbwertszeit“. 10.000 Tonnen Müll- und Schutt im Boden am Beiersdorfer Weg, nahe der Obstbaumplantage und unmittelbar am Wald. Eindrucksvolle Reste alter unverfüllter Kiesgruben sind heute dort noch reichlich zu finden (Foto: rechts).

Festschrift zum 250. Geburtstages des Dichterpastors F.W.A. Schmidt


Werneuchen-Aus alter Zeit
ist ein Buch zur Geschichte der Stadt Werneuchen
Eine Vorschau finden Sie hier: Werneuchen - Aus alter Zeit - Google Books-

Hinweis: Nachrichtentexte geben den Sachstand am Tag ihrer Veröffentlichung wieder.

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