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Weihnachtszeitung der Stadt Werneuchen von 1948

03.07.2008, Werneuchen - Odysseen der Feuerwehren

Die Feuerwehren, Presse und Zeitungen warnen seit vielen Wochen immer wieder zur Vorsicht und vor dem Befahren der Fluren und Wälder mit Kraftfahrzeugen jeder Art. Nicht ohne Vorwurf ist manchen Besitzern, Landwirten, Pächtern und Maschinisten, der Ernst der Lage noch nicht bewusst. Während das Befahren der Wälder mit privaten PKW`s bereits seit vielen Wochen verboten ist, seit langer Zeit schon die allerhöchste Waldbrandwarnstufe gilt, ist man an der ursächlich gefährdeten Stelle am Unbesorgtesten. Ein Feuerwehrmann bringt es unwirsch:  "Manche Landwirte fahren so sorglos mit ihren Landmaschinen in`s Korn, dass man denken mag, dass Getreide stehe so schlecht, dass man es sowieso gleich besser selbst abrennt".
2. Juli 2008, Stoppelacker bei Hirschfelde
Die 3- tätige Odyssee der Feuerwehren beginnt am Montag dieser Woche. Am 30. Juni 08 brannte es auf der Obstplantage Wesendahl, wo betriebseigene Kräfte den Brand selbst löschen konnten. Zwei Tage später am 2. Juli - Großalarm. 6 Hektar Stoppelacker im Werneuchener Ortsteil Hirschfelde stehen in Flammen. Der Brand entstand bei Drescharbeiten, wahrscheinlich durch Funkenpflug bei Steinschlägen der Dreschmaschine oder durch heiße Fahrzeugteile. Neben der Hirschfelder Feuerwehr wurden von der Feuerleitstelle alle verfügbaren Feuerwehren aus dem benachbarten Werneuchen und Seefeld, Willmersdorf, Ahrensfelde, Blumberg, Mehrow, Eiche, Strausberg und Altlandsberg zum Brandherd angefordert. Auch bei den ansässigen Landwirten war man mit Pflug, Grubber und Scheibenegge vor Ort um Brandstreifen zu pflügen. Obwohl auf der freien Feldflur Winde die Feuer anfachten und sich mehrere Brandherde bildeten und das Feuer drohte auf benachbarte noch nicht abgeerntete Felder überzugreifen, gelang es den Brand unter Kontrolle zu bringen und zu löschen. Als der Einsatz gerade beendet war und die Wehren sich auf die Fahrt nach Hause machen wollten: "Feueralarm aus Prötzel". Hier handelte es sich um einen Brand bei Rehfelde. Einige Wehren machten sich nun auf den Weg zum nächsten Einsatz.
3. Juli 2008, Situation: Stoppelacker bei Gielsdorf, Links: Kornfeld, Mitte: Waldnarbe, Rechts: Brandherd
Am nächsten Tag um 12.00 Uhr brennt ein Stoppelacker in Gielsdorf unweit der Milchviehanlage. Wieder hatten sich Stoppeln beim Dreschen entzündet. Wieder befinden sich nicht abgeerntete Felder und Waldstücke in unmittelbarer Nähe. Als die Feuerwehr eintrifft haben Flammen schon eine Waldnarbe erreicht. Bäume und Unterholz stehen in Flammen. Die Feuerwehren verhindern hier "Schlimmstes". Das benachbarte Feld auf dem Mähdrescher gerade ihre Arbeit verrichten kann gerettet werden. Um 13.00 Uhr ist der Einsatz beendet, doch schon 2 Stunden später brennt es bei Eichenbrand. Die Werneuchner unterstützt u.a. die dortigen Feuerwehren. Wieder kann ein Übergreifen der Flammen auf ein benachbartes Waldstück verhindert werden.  Die Löscharbeiten sind noch im Gang als es Großalarm in Schönfeld gibt. Hier stehen nun 20 Hektar Stoppelfeld und mehrere Strohballen in Flammen. Auch hier kann nun ein Übergreifen auf ein benachbartes noch nicht abgeerntetes Feld verhindert werden. Am bisher heißesten Tag des Jahres mit über 34 Grad Temperatur auf freiem Feld kämpften nun Mensch und Technik bis an den Rand der Erschöpfung. Wehmut bleibt, denn auf Brände sind scheinbar nur die Feuerwehren vorbereitet. In der Landwirtschaft ist sich nicht jedermann über die hohe Gefahr für Feld, Wald und Dörfer bewusst. Ein Befahren der Felder und Wälder mit Kraftfahrzeugen und gerade mit schwerer Technik birgt hohe Brandrisiken. Die Brände wurden nur unter Kontrolle gebracht, weil die Feuerwehren durch mustergültiges Zusammenspiel und im Bewusstsein der Lage handelten. Ohne die Einzelnen Fälle zu bewerten, hätte ein zweiter Mann am Traktor bzw. am Mähdrescher, als Brandwächter, ein zweiter Feuerlöscher oder vom Unterholz befreite Waldnarben so manche brenzliche Situation bereinigen Können.

Festschrift zum 250. Geburtstages des Dichterpastors F.W.A. Schmidt


Werneuchen-Aus alter Zeit
ist ein Buch zur Geschichte der Stadt Werneuchen
Eine Vorschau finden Sie hier: Werneuchen - Aus alter Zeit - Google Books-

Hinweis: Nachrichtentexte geben den Sachstand am Tag ihrer Veröffentlichung wieder.

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