Straßenliste Wahlanfechtung Feuerwehr Jugendfeuerwehr Videos Inhaltsverzeichniss Kontakt Gästebuch Impressum

Startseite
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014


Heimatkundliches aus Werneuchen und der Umgebung


Satzungen der Stadt Werneuchen



Startseite
GO der SVV
Wasserbetrieb
Schmutzwasser
U-Siedlung
Vereine
Straßennutzung
Straßenreinigung
Verwaltung


Flag Counter Werneuchner Onlinezeitung


download

Weihnachtszeitung der Stadt Werneuchen von 1948


29.07.2008, Werneuchen - Feldbrand bei Rudolfshöhe und Wesendahl

Ein folgenreiches Feuer wurde der Feuerleitstelle gestern am 29.7. gegen 13.50 Uhr zwischen Wesendahl und Werneuchen- Rudolfshöhe gemeldet worden. Eine gewaltige Rauchsäule einer lodernden Feuersfront stand bereits über Werneuchen. Nahe der Landstraße zwischen Werneuchen, Wegendorf und Wesendahl war ein Getreidefeld in Brand geraten. Bereits wenige Minuten nach der Alarmierung verließen erste Feuerlöschkräfte das nahegelegene Feuerwehrgebäude in Werneuchen und trafen um 14:00 ein.
Minuten später trafen weitere Kräfte mit Fahrzeugen ein. Das Feuer hatte sich bereits in auf breiter Front entfacht und raste vom Wind angetrieben mit hoher Geschwindigkeit von Süden auf den Wald vor Rudolfshöhe und die ankommenden Fahrzeuge zu. Die Feuersfront wurde nun umfahren und neben dem Wind mit den Löscharbeiten begonnen, um die seitliche Ausbreitung des Brandes zu stoppen. Für das Feld in Windrichtung gab es keine Rettung. Es treffen weitere Wehren ein und nehmen vereint mit etwa 20 Fahrzeuge aus den Landkreisen Märkisch Oderland und Barnim die Brandbekämpfung, den Aufbau der Löschwasserversorgung und später die Bewässerung der Brandränder auf. Im Polizeinotruf 110 gehen zur selben Zeit unzählige Anrufe ein, dass Bürger Rauchwolken sehen. Dabei kommt es auch zu Mehrfachnennungen mit abweichenden Ortsangaben. Bereits seit 13.00 Uhr sind Feuerwehr- und Polizeikräfte an vier weiteren Brandorten im Einsatz gebunden: Strausberg zwischen Postbruch und Spitzmühle, Dahlwitz-Hoppegarten, Münchehofe b. Berlin und Julianenhof (Märk. Schweiz). In Rudolfshöhe bestand eine potentielle Gefährdung  für den südlichen Bereich. Als die Feuerwalze auf den Waldrand stieß wurde massiv gelöscht und ein Übergreifen auf den Wald verhindert.
Das für die anrückenden Feuerwehrleute solch starken Feuer eine hohe Gefahr für Leib und Leben darstellen können, zeigen die Löscharbeiten zur selben Zeit bei einem ähnlichen Brand in Mahlow. Hier wird ein Feuerwehrmann verletzt und durch Rettungskräfte in ein Krankenhaus gebracht. Starke Rauchentwicklung und die hohen Temperaturen brachten Kameraden und Technik bald an die Grenzen ihrer Belastung. Von Vorteil war, dass an zwei unmittelbar in der Nähe befindlichen Hydranten in Wesendahl und Wegendorf schnell neues Löschwasser aufgenommen werden konnte.
 
Hintergründe: Trockenheit und die hohe Temperaturen sind wichtige Bedingungen zum Einbringen trockenen Getreides. Doch entzündet sich Spreu und Stroh unter diesen Bedingungen leicht durch Funkenpflug oder heiße Fahrwerksteile. Es kommt bei den Erntemaschinen immer wieder vor, dass sich Stroh in der Maschine einklemmt und sich infolge der Rotation selbst entzündet. Die Landwirte sprechen dabei davon: "sich einen Fuchs einzudreschen". Nachdem in den letzten 3 Tagen die Erntearbeiten wieder aufgenommen wurden, brannte es bereits an mehreren Stellen um Werneuchen. Am 27.7. brannte es dabei auf einem Feld zwischen Hirschfelde und Wesendahl auf einem etwa 20.000 qm großen Erdbeerfeld. Beschädigt wurden vom Feuer ebenfalls mehrere Kirschbäume. Die Ursache für den Brand lag noch nicht vor. Die Seite an Seite arbeitenden Feuerwehrkräfte aus Hirschfelde, Wesendahl, Gielsdorf, Wegendorf, Altlandsberg und Strausberg konnten den Brand schnell bekämpfen und unter Kontrolle bringen. Einen Tag später dagegen am 28.7. brannte es bei Hirschfelde. Wieder nach einem massiven Einsatz von Feuerwehrkräften aus Hirschfelde, Weesow, Tiefensee, Seefeld- Löhme, Altlandsberg, Blumberg, Ahrensfelde und Wegendorf sowie Landwirten mit zwei Traktoren konnte die Ausbreitung des Feuers gestoppt werden. Für die etwa 20 ha nicht abgeerntete Triticale gab es keine Rettung.
Die Feuerwehrleitstelle in Frankfurt (Oder) registrierte an diesem Tag allein zwischen 13 und 14 Uhr zwölf Brände. Das größte Feuer zerstörte dabei bei Schöneiche (Oder-Spree) etwa 75 Hektar eines Getreidefeldes, einen Mähdrescher und einen Traktor. Während die Löscharbeiten anrollten, stiegen plötzlich weitere am Horizont weit sichtbare Rauchsäulen in benachbarten Orten auf. Bei Gielsdorf, Julianenhof, Buchholz (alle Märkisch-Oderland) und Arensdorf und Jacobsdorf (beide Oder-Spree) brannte es nun ebenfalls. In der Feuerleitstelle hieß es nun: „Es brennt an allen Ecken“.

Festschrift zum 250. Geburtstages des Dichterpastors F.W.A. Schmidt


Werneuchen-Aus alter Zeit
ist ein Buch zur Geschichte der Stadt Werneuchen
Eine Vorschau finden Sie hier: Werneuchen - Aus alter Zeit - Google Books-

Hinweis: Nachrichtentexte geben den Sachstand am Tag ihrer Veröffentlichung wieder.

Impressum  Kontakt