Straßenliste Wahlanfechtung Feuerwehr Jugendfeuerwehr Videos Inhaltsverzeichniss Kontakt Gästebuch Impressum

Startseite
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014


Heimatkundliches aus Werneuchen und der Umgebung


Satzungen der Stadt Werneuchen



Startseite
GO der SVV
Wasserbetrieb
Schmutzwasser
U-Siedlung
Vereine
Straßennutzung
Straßenreinigung
Verwaltung


Flag Counter Werneuchner Onlinezeitung


download

Weihnachtszeitung der Stadt Werneuchen von 1948

10.08.2008, Altlandsberg - Vom Umgang mit Sondermülldeponien

10.8.2008, Altlandsberg, Tausende Altreifen sorgten seit mehr als zehn Jahren in Altlandsberg für Verdruss. Stadt und Landesumweltamt stritten seit Jahren über die Zuständigkeit und schoben sich die "schwarzen Peter" gegenseitig zu. Zwei findige Geschäftsleute sammelten hier  einmal angeblich gegen gute Entsorgungsgebühren "Altreifen und Sondermüll" und machten Millionengewinne. Dann wurde die GmbH abgemeldet und die Stadt Altlandsberg saß auf den Hinterlassenschaften der ehemaligen "Recyclingdeponie". Das die GmbH nie Recycelt hat , davon hat man in der Stadtverwaltung angeblich nichts gewusst. Vorwürfe aus der Bürgerschaft seit Jahren deshalb gegen die Amtsverwaltung von Altlandsberg. Behörden und Ämter hätten hier nach Meinung vieler Einwohner im Zuge der Vorgänge um die Inbetriebnahme und Stilllegung der Altreifendeponie schon lange versagt. Insbesondere das Ordnungsamt wurde hier heftig kritisiert. "Während man sich dort um Hundekot und Straßenreinigung kümmerte, konnten riesige Sondermüllberge am Stadtrand unkontrolliert abgekippt werden."
Fakt ist: Die Stadt Altlandsberg verletzte auf das Gröbste ihre Sorgfaltspflichten und überließ die Sondermülldeponie seit Jahren völlig ungesichert sich selbst. Es war eine Frage der Zeit bis hier jemand mit dem Feuer spielen sollte. Weder Ordnungsamt noch Bürgermeister reagierte. Der Chef der Altlandsberger Feuerwehr, dem die nur unweit der Feuerwehr gelegene Deponie bekannt war, hatte die Stadt nie auf die ungeheure Brandlast und die damit verbundenen Gefahren hingewiesen. Die beiden minderjährigen Kinder dürften wohl kaum verantwortlich dafür gemacht werden, daß sie mit Streichhölzern auf einer Müllkippe spielten.
Vom Amt Altlandsberg und der Feuerwehr selbst, wurde nun auch noch die Presse mit falschen Meldungen versorgt. Nach Brandausbruch hätten über 150 Feuerwehrleute mit bis zu 30 Löschzügen an der Brandbekämpfung gearbeitet. (12.8.2008, Anmerkung der Redaktion: Ein Löschzug besteht per Definition aus mehr als 20 Mann in mehreren Fahrzeugen zur gezielten Brandbekämpfung. Soviel gibt es in den ganzen Landkreisen MOL und Barnim nicht. 150 Mann entsprächen 6-8 Löschzügen). Selbst alle Mitglieder der Rüdersdorfer, Vogelsdorfer, Strausberger und Altlandsberger Feuerwehr zusammen, sind schwer 150 Mann.
Dabei waren es in Wirklichkeit noch um 19.00 Uhr, bevor die Feuerwehr Rüdersdorf kam, lediglich zwei Schaumspritzen die etwas Schaum in das Riesenfeuer beförderten. Die Feuerwehr ließ sich hier nach Meinung einiger Bürger nun zum Spielball politischer Interessen machen. Gegenüber einem Reporter der MOZ hatte der Stadtbrandmeister Altlandsberg während des Brandes die gute Zusammenarbeit mit seinem Bürgermeister gewürdigt. "Warum wurde nicht wie bei jedem Feldbrand der letzten Wochen offenbar üblich, nicht benachbarte Feuerwehren z.B. aus Strausberg und Werneuchen angefordert ?" Bei der Feuerwehr gibt es tatsächlich sonst keine falschen Eitelkeiten. Warum ausgerechnet diesmal, als nicht ein für die Umwelt harmloses Kornfeld, sondern hochgiftiger Sondermüll in Flammen stand und absehbar war, dass sich die Flammen mit hoher Temperatur ausbreiten werden? Ein Bürger aus Altlandsberg dazu: "Als in Wegendorf ein Stoppelfeld brannte, waren die Wehren aus Hirschfelde, Wesendahl, Gielsdorf, Wegendorf, Altlandsberg, Strausberg u.a. angefordert. Jetzt wo die Sondermülldeponie brennt zählt man 5 Fahrzeuge, rund 20 Feuerwehrleute und das Feuer breitet sich ungehindert aus." Ein Schaulustiger : "Wo sind denn eigentlich die Straußberger? Ein Feuerwehrmann aus Werneuchen: "Das rund 10.000 Liter fassende Wasserlöschfahrzeug der Feuerwehr Werneuchen stand im Feuerwehrhaus bereit.  In wenigen Minuten hätte das Fahrzeug von Werneuchen (Rudolfshöhe) über Wegendorf, Bucholz den Brandherd erreichen können."
Zahlreiche Schaulustige wurden nun zu Augenzeugen, wie die Feuerwehrleute aus Altlandsberg die Deponie "kontrolliert" abbrennen lassen und sich Altlandsberg so seinem Großteil seiner Sondermülldeponie entledigt.
Nachdem Augenzeugen ist übereinstimmend eine äußerst schleppende Brandbekämpfung und auch durch zahlreiche Fotos und Videos im Internet belegt und dokumentiert. Durch die Umweltkatastrophe kochen jetzt wieder die Emotionen. "Die Feuerwehr Altlandsberg hätte nie Brandschutzauflagen um die Deponie gemacht und nie Begehungen durchgeführt.  Tausende Reifen hätten unsortiert und sorglos alle auf einem Haufen gelegen."

Festschrift zum 250. Geburtstages des Dichterpastors F.W.A. Schmidt


Werneuchen-Aus alter Zeit
ist ein Buch zur Geschichte der Stadt Werneuchen
Eine Vorschau finden Sie hier: Werneuchen - Aus alter Zeit - Google Books-

Hinweis: Nachrichtentexte geben den Sachstand am Tag ihrer Veröffentlichung wieder.

Impressum  Kontakt