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15.06.2009, Beiersdorf/Freudenberg - Pfarrsprengel löst Unmut aus

In Schönfeld wird gerade die Kirche saniert. Sie ist eingerüstet und wird einer umfassenden Instandsetzung unterzogen. Was für die Schönfelder nun so erfreulich ist, löst in Freudenberg und Beiersdorf allgemeinen Unmut aus. Die Beiersdorfer Kirchenfreunde haben ein besonderes Erbe der DDR zu tragen. Nach einer langen Geschichte des Verfalls wurde die Kirche bereits 1971 für eine Nutzung gesperrt. Am 31. Juli 1973 wurde die Haube der Kirche wegen Baufälligkeit abgenommen. Am 1. Januar 1976 stürzte bei anhaltendem Wind das Kirchendach ein. Nun haben die Beiersdorfer-Freudenberger schon nach der Wende frühzeitig erkannt, dass Windkrafträder nicht nur erneuerbare Energien liefern, sondern von den Betreibern gute Pächte bezahlt werden. So wurde in Beiersdorf durch den Ortsvorstand schon vor vielen Jahren beschlossen auf Kirchenland die Genehmigung für Windkrafträder zu erteilen. Ein Erfolg! Seitdem spült das Windkraftgeld ordentlich Geld in die Gemeinde. In Schönfeld sah man das damals aber alles ganz anders. "Wir wollen hier keine Windkrafträder", "Die verschandeln unser schönes Dorf" etc. war von den Ortsvorstehern und Einwohnern zu hören. Insbesondere sprachen sich Herr Fe. und Herr Vo. damals gegen die Windräder aus und sogar der damalige Ortsbeirat
soll sich vor die Gemeinde gestellt haben: "So was wollen wir hier nicht!".
Dagegen ist nichts einzuwenden, denn nun soll man diese Fragen natürlich auch ganz demokratisch den Einwohnern selbst überlassen. Doch ausgerechnet zahlt jetzt gerade die Beiersdorf-Freudenberger Kirchgemeinde die Schönfelder Zeche zur Kirchensanierung. Denn vor dem Hintergrund geringer Kirchenmitgliederzahlen sind die Gemeinden Beiersdorf-Freudenberg, Tiefensee, Tempelfelde, Freudenberg, ,Schönfeld und Grüntal zu einem so genannten Pfarrsprengel vereinigt. Der Pastor Frank Städler mit Sitz in Beiersdorf betreut diesen Sprengel. Nun traten die Schönfelder vor Monaten an ihn heran mit einem Baugutachten, dass die Kirche in Schönfeld dringend saniert werden müsse.
Nun wurde ausgerechnet vom Pfarrsprengel entschieden, dass darauf die Schönfelder Kirche mit Windkraftgeld aus Beiersdorf-Freudenberg saniert wird. Ausgerechnet also für diejenigen, die sich damals hinstellten und sagten: "Wir wollen hier bei uns in Schönfeld keine Windräder".
Nach unbestätigten Angaben drohen nun einige Beiersdorfer-Freudenberger nun mit Kirchenaustritten. Jahrelang wird unter großen Mühen und Anstrengungen auch privat Geld gesammelt, wird die Kirchenruine gesichert, freiwillige Arbeitstunden geleistet und vor allen Dingen Geld durch Windkraft für ein neues Dach gesammelt und nun verwendet der Sprengel mit Pastor Städtler an der Spitze die Gelder "zweckentfremdet".
Er steht nun besonders in der Kritik. Mal unter der Hand und mal ganz offen wirft man ihm "Veruntreuung" vor. Im Sprengel sieht man die Sache anders. Beiersdorf-Freudenberg und Schönfeld sind zu einem Pfarrsprengel vereinigt. Kirchengelder werden dafür nach Belieben und natürlich gemeinschaftlich verwendet. Das sehen viele Beiersdorf-Freudenberger wieder ganz anders. Die Genehmigung zur Aufstellung von Windkrafträdern, auf Kirchenland, wurde von den Ortsvorstehern als Einwohnervertreter genehmigt, weil eigentlich klar war, dass die schwer bedürftige Kirchenruine in Beiersdorf selbst damit wieder aufgebaut wird.

Festschrift zum 250. Geburtstages des Dichterpastors F.W.A. Schmidt


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Hinweis: Nachrichtentexte geben den Sachstand am Tag ihrer Veröffentlichung wieder.

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