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Weihnachtszeitung der Stadt Werneuchen von 1948


19.03.2010, Einwohnerversammlung zum Thema Fotovoltaikkraftwerk

Am 18.3.2010 fand eine Einwohnerversammlung im Adlersaal Werneuchen zum Thema Photovoltaikkraftwerk Werneuchen statt. Die Veranstalter gaben der Veranstaltung dagegen den Namen "Solarpark Weesow".
Genauso unterschiedlich wie die Namen, waren dann auch die Meinungsunterschiede.
Die Vertreter der Procon GmbH hielten am Anfang einen informativen und optisch sehr gut gestalteten Diavortrag über den Solarpark mit Schwerpunkt auf dessen positive Umwelteinflüsse. (Hecken würden gepflanzt, ein 2 Meter hoher Zaun gebaut, der Boden würde nicht mehr gedüngt und totgespritzt, könnte sich erholen und für Kleinwild wäre der Zaun am Boden 25 cm frei usw.... Die Panele sind sehr niedrig, Reitwege und Radwege werden ausgebaut ...,die Höhe der Solarpanels ist etwa 2,10 m, die Abstände 4,5 Meter, Der Verschattungsgrad der gesamten Fläche liegt bei 40%....
Danach meldete sich Dr. Karl Lehmann, Sprecher der Bürgerinitiative "Energiepark- Weesow- Nein Danke" zu Wort: Er sagte: "Wenn man den Ausführungen der Procon GmbH glaubt, sei der Investor nur nach Werneuchen gekommen um hier einen Landschafts- und Naturpark für die Stadt zu errichten".
Dabei so Lehmann: handelt es sich um eine gigantische Industrieanlage. Er bemängelte daß die Vertreter der Procon GmbH nur einseitig über Vorteile informierten, aber die Nachteile nicht erwähnten und forderte die Vertreter auf doch einmal auch über evtl. Nachteile zu sprechen.
Dies wurde abgewiesen mit dem Hinweis: "Das die Nachteile auf einer Diafolie bereits gezeigt worden wären. Tatsächlich gab es (aber kurz) im Vortrag
eine Folie mit 3 - 4 genannten Nachteilen, die sich auf Nebenthemen bezogen (Abzäunung, Abgrenzung...).
Matthias Wiegand (CDU) Ortsvorsteher von Willmersdorf erläuterte die Gründe, warum er für den Energiepark ist. Er sagte: "Der Solarpark ist wichtig für die Regionalentwicklung, weil Willmersdorf keinen Radweg von/nach Werneuchen hat. Weil Willmersdorf eine alte Feldsteinkirche hat, ein Dammwildgehege und ein Geschäft für Bioprodukte hätte dieser Radweg für Willmersdorf große Bedeutung. Ebenfalls gäbe es Gespräche mit dem Investor, dass er Maßnahmen zu Renaturisierung des Borgsees übernähme. " Schließlich, so führte Herr Wiegand aus wäre "das Solarfeld in Werneuchen ein Beitrag der Stadt Werneuchen zum Atomausstieg".
Dieser Meinung entwuchs bei Teilen des Publikums Verwunderung. Dr. Lehmann stimmte Wiegand zwar beim Thema Atomaustieg und beim Ja zur Solarenergie zu, konnte dagegen aber nicht verstehen, wie denn Wiegand zum Urteil käme, dass "weil ein Radweg gebaut wird, er für das Fotovoltaikkraftwerk bzw. den Energiepark wäre". Bei manchen Leuten im Publikum erhoben sich Fragen: "Hätte ein Radweg Auswirkungen auf die Feldsteinkirche, das Wildgehege oder den Bioladen? Wer pflegt den Weg? Winterdienst? Reparaturen? Instandhaltung für 30 Jahre? Ein Radweg für die Genehmigung zum Bau eines Kraftwerkes?"
Bürgermeister Burkhard Horn ging auf den Vorwurf der Bürgerinitiative ein: "die Abgeordneten hätten vor ihrem Beschluss gar keine Zeit gehabt sich mit dem Projekt richtig zu beschäftigen". Bürgermeister Horn wies den Vorwurf zurück und sagte: "Die Abgeordneten hätten alle Informationen schon zwei Wochen vor dem Beschluss gehabt und somit 2 Wochen Zeit um eine Entscheidung zu finden".
Dies löste auf der Gegenseite die Frage aus, ob den "ein so komplexes Thema in zwei Wochen für die Abgeordneten zu bewältigen" gewesen wäre. Schließlich hatten sich die Abgeordneten "mit so einem Thema und dazu in dieser Gößenordnung vorher noch nie beschäftigt".
Ein Bürger aus Weesow meldete sich zu Wort und sagte: "Den Solarpark wird man hinter den Hecken gar nicht sehen. Früher hätten manche Landwirte die Reitwege manchmal einfach überpflügt und jetzt würde ein ordentlicher Reitweg entstehen. Außerdem würde man "mit der ganzen Diskussion die Landwirte entmündigen deren der Boden gehört und die schließlich damit machen könnten was sie wollten". Er "wäre deshalb für den Energiepark".
Diese Äußerung stieß ebenfalls bei Einigen auf Ablehnung denn die Landwirte besitzen schließlich Ackerflächen und die würden sie auch wie gewohnt verpachten können. Niemand würde sie entmündigen. Es gehe allein um die Procon GmbH als Pächter. Die GmbH möchte Ackerland pachten und hat bei der Stadt Werneuchen einen Antrag gestellt zur Umwidmung des Geländes zu Gewerbeflächen. Eine Diskussion über die Entmündigung der Landwirte wäre also völlig fehl am Platze.

Festschrift zum 250. Geburtstages des Dichterpastors F.W.A. Schmidt


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Hinweis: Nachrichtentexte geben den Sachstand am Tag ihrer Veröffentlichung wieder.

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