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Weihnachtszeitung der Stadt Werneuchen von 1948


5.12.2010, Gegenwind im Barnim und Oderbruch

In Brandenburg stehen bereits 3.500 Windkraftanlagen und liegt nach der Küstenregion Niedersachsens damit an zweiter Stelle in Deutschland. Vom Land Brandenburg wurde die Nutzung der Windenergie mit öffentlich finanzierten Kampagnen bei der Bevölkerung bisher erfolgreich als eine Art Komplettlösung etabliert. Mit angeblich entscheidenden Beiträgen für eine saubere Umwelt, eine zukunftssichernde Energieversorgung und der Vermeidung nuklearer Risiken. Die Versprechungen der Politik weckten Hoffnungen und führten zu einer hohen Akzeptanz. Doch die Kernaussage der bisherigen gewonnenen wissenschaftlichen und technischen Erkenntnisse für Brandenburg sind erschütternd und ernüchternd zugleich.
 
Eine auf den Tageserfolg orientierte Politik der brandenburgischen Landesregierung unter Landrat Bodo Ihrke macht lediglich den Weg für rücksichtslose Betreiberverbände frei. Ausgesucht hat sich der Landrat Bodo Ihrke und die Betreiber besonders den um die Stadt Werneuchen gelegenen Landkreis Barnim. Hier, so ist nach Einschätzung des ihm unterstehenden Planungsbüros nicht nur das Interesse der Betreiber am Höchsten, sondern auch am wenigsten Widerstand durch die Bevölkerung zu erwarten. Was in Bernau und Strausberg, Potsdam, Bad Freienwalde und Eberswalde undenkbar wäre, soll nun nach Werneuchen geschoben werden. Durch Novellierungen im Bauplanungs- und Naturschutzrecht ist der Bevölkerung das in Verfassung und Grundgesetz garantierte Mitspracherecht bei der Gestaltung ihres Lebensumfeldes weitgehend genommen worden.
Die meisten der sich gegen die Windkraft stellenden Bürgerinitiativen und Vereine (zur Zeit über 20) thematisieren lediglich Vogelschutz, Lärmbelästigungen und Landschaftsoptik.
Die Lösung kann Landrat Bodo Ihrke und seine Regierung nur finden wenn der Windtechnologie die weit überhöhten Subventionen entzogen werden und stattdessen in größerem Umfang mit öffentlichen Mittel für die Entwicklung effizienterer Techniken und für solche
Grundlagenforschungen bereitgestellt werden, die wirkliche Lösungen für umweltverträgliche und nachhaltige Energieerzeugung erwarten lassen.  Genau das forderten schon vor einem Jahrzehnt 105 deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Künstlerinnen und Künstler, welche vor den ökologischen, ökonomischen sowie gesundheitlichen Folgen einer unzweckmäßigen Windenergienutzung warnten. Ist das Darmstädter Manifest noch aktuell www.sturm-im-storm.de
 
Blick auf den  Windpark bei Krummensee, Stadt Werneuchen, Rechts im Hintergrund eine Solaranlage.
 
Nach dem Bundesverband Windenergie wird bei ausreichend verfügbarem Strom aus Windenergie bereits der Einsatz teurer konventioneller Kraftwerke vermindert, was zu einem Absinken der Preise an der Strombörse führte. Trotz steigender Strompreise werden demnach deutsche Stromverbraucher durch den Einsatz der Windenergie um mehr als zwei Mrd. Euro jährlich entlastet. Der Anteil der in Deutschland produzierten Windenergie am gesamten deutschen Stromverbrauch liegt bei etwa 10% und soll in den nächsten 10 Jahren auf etwa das Doppelte steigen.
Jeder Windparks ist aber mit einer Reihe von hohen Vorleistungen verbunden. Der Geld fließt erst zurück, wenn ein Projekt fertig gebaut und verkauft ist. Ob sich in Brandenburg trotz erheblicher Förderungen selbst für die Betreiber überhaupt noch Windparks lohnen werden sei dahingestellt. In der Nordsee, rund 33 Kilometer nördlich von Norderney entstanden 80 Windenergieanlagen der Fünf-Megawatt-Klasse mit einem Investitionsvolumen von etwa 750 Mio. Euro. Hier zeigt sich das Windkraft effizient und umweltverträglich arbeitet und arbeiten kann.
In diesem Monat, vor genau einem Jahr wurde dieser Windpark sukzessiv in Betrieb genommen und speiste in diesen 12 Monaten allein rund 170 Gigawattstunden klimafreundlichen Strom ein. http://www.alpha-ventus.de
Ob aber die 600 Hektar zwischen Willmersdorf dem Ortsteil der Stadt Werneuchen und dem benachbarten Dorf Tempelfelde der geeignete Standpunkt für das größte Windkraftwerk Europas wäre darf weiter bezweifelt werden.
Leider beschäftigen sich weder Bürgermeister noch Stadtverordnete von Werneuchen ausreichend mit diesem Thema. Eine Petition nach dem Beispiel der Gemeindevertreter von Neulewin welche am 28. April 2010 mehrheitlich gegen die Ausweisung von Eignungsgebieten für Windkraftanlagen stimmten. In Anwesenheit des Amtsdirektors diskutierten dort zuvor die Gemeindevertreter sehr verantwortungsvoll, dieses kontroverse Thema.

Festschrift zum 250. Geburtstages des Dichterpastors F.W.A. Schmidt


Werneuchen-Aus alter Zeit
ist ein Buch zur Geschichte der Stadt Werneuchen
Eine Vorschau finden Sie hier: Werneuchen - Aus alter Zeit - Google Books-

Hinweis: Nachrichtentexte geben den Sachstand am Tag ihrer Veröffentlichung wieder.

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