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11.02.2010, Werneuchen -Stadtverordneten beschließen Bau einer Photovoltaikanlage

Ein kritisches politisches Essay zu einem Beschluss der Stadtverordneten und des Bürgermeisters von Werneuchen

Auf der gestrigen Stadtverordnetenversammlung wurde einstimmig der Durchführungsvertrag zum Bebauungsplan „Solarpark Flugplatz Werneuchen“ bestätigt. Zur Begründung hieß es, die Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden zum Entwurf des Bebauungsplanes wurde durchgeführt und alle Stellungnahmen ausgewertet. Im Durchführungsvertrag wurden die Kostentragung und die Verpflichtungen beider Vertragspartner geregelt.
Was ist passiert? Ein Investor möchte eine Photovoltaikanlage auf der ehemaligen Militärfläche der nicht mehr benötigten Start- und Landebahn auf einer 43 ha großen Fläche nordwestlich der Rosenparkwohnsiedlung bauen.

Grundgedanke solcher Projekte ist, dass ehemalige militärische Flächen von Investoren von ihren Altlasten befreit werden und mit Photovoltaikanlagen bebaut werden dürfen.

Die Bundesrepublik hat nun stattdessen die Grünflächen zwischen den Betonbahnen an einen Investor verkauft, welcher nun auch lediglich auf diesen vorhandenen Grünflächen seine Photovoltaikanlage errichtet. Das heißt, die Bundesrepublik drückt sich nicht nur erfolgreich davor, "hinter sich sauber zu machen" , sondern der neue Investor braucht auch dafür kein Geld ausgeben. Der Investor baut nach dem Ende der Laufzeit lediglich seine Photovoltaikelemente wieder ab und die brachliegenden Betonbahnflächen sind als Altlast weiter erhalten geblieben.

Was hat also die Stadt Werneuchen von dem neuerlichen Beschluss der Stadtverordneten? Der Vorsitzende im Bauausschusses Juri Geißler aus Tiefensee ist für das Projekt, "weil der Strom ökologisch ist und weil es sich um eine Konversionsfläche handelt". Das Wort Konversion steht eigentlich für die "Wiedereingliederung von Brachflächen in den Wirtschafts- und Naturkreislauf der Stadt Werneuchen". Juri Geißler aus Tiefensee und die Stadtverordneten entziehen aber der Stadt Werneuchen bereits vorhandene Grünflächen, ohne die eigentlichen großräumigen Brachflächen aus Beton (der ehemaligen Start- und Landebahnen) zu beseitigen und in Nutzflächen umzuwandeln. Genau darum wäre es aber bei der Errichtung von Photovoltaikanlagen auf ehemal. Militärflächen gegangen. Ob sich also der populistische Schlachtruf "Solaranlagen auf ehemalige militärische Flächen" so ohne weiteres auf die Grünflächen neben dem ehemaligen Schulgelände junger Wehrmachtspiloten zwischen Rosenparksiedlung und Chausseestraße übertragen lässt und der Rosenparksiedlung bald zum großen Aufschwung verhilft darf bezweifelt werden. Im Gegenteil ist die riesige Anlage dem bisherigen Konzept der Stadt zur Entwicklung der Rosenparksiedlung dekonstruktiv. Es ist zu befürchten, daß mit der Entscheidung der Stadtverordneten das Aus für die weitere Entwicklung der Rosenparksiedlung gegeben wurde. Ein Rückgang der Grundstückspreise in Rudolfsahöhe dürfte ebenfalls mit der bevorstehenden Entwicklung einhergehen.

Foto: Goggle Earth

Festschrift zum 250. Geburtstages des Dichterpastors F.W.A. Schmidt


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Hinweis: Nachrichtentexte geben den Sachstand am Tag ihrer Veröffentlichung wieder.

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