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15.04.2011, Barnim -Kriminalitätsschwerpunkte im Landkreis Barnim

Im Jahr 2010 wurden im Schutzbereich Barnim insgesamt 16.149 Straftaten bearbeitet und an die Staatsanwaltschaft abgeschlossen (2009: 13.196). Damit stieg die Fallzahl um 2.953 Fälle bzw. 22,4 % gegenüber dem Jahr 2009 an. 
Dazu Polizeioberrat (POR) Maik Toppel, amtierender Schutzbereichsleiter im Barnim: „Statistisch gesehen weist die Zahl aller Straftaten zunächst einen auffälligen Anstieg aus. Genau betrachtet ist dieser jedoch größtenteils auf ein Großverfahren mit 2.063 Einzelfällen von Urkundenfälschungen zurückzuführen. Hierbei handelt es sich um die Aufklärung einer beachtlichen Straftatenserie im Eberswalder Bereich. Ein Postzusteller hatte Briefsendungen nicht zugestellt und die Belege selbst quittiert. Dieser Fall hat die Statistik maßgeblich beeinflusst. Betrachtet man die Entwicklung unabhängig von diesem Verfahren, ist noch ein Anstieg der Gesamt-Fallzahl von 6,7 % zu verzeichnen."
Die Aufklärungsquote (AQ) ist deutlich gestiegen. Im Jahr 2010 stieg sie von 53,1% (2009) auf 59,1% und liegt damit weit über dem Landesdurchschnitt (54%).hier weiterlesen...
 
Dazu POR Toppel: „Die hohe AQ wurde u.a. auch durch die Aufklärung der Eberswalder Straftatenserie erreicht. Dieses Verfahren verlangte uns einiges ab. Jeder einzelne Fall dieser Serie musste bearbeitet werden. Dafür musste eine beträchtliche Kapazität in Bezug auf Personal und Zeit gebunden werden. Auch ist die Aufklärungsarbeit darüber hinaus sehr zufriedenstellend und liegt auf hohem Niveau. Zurückzuführen ist dies u.a. auf akribische Ermittlungstätigkeiten, verbesserte Spurensicherungen und -auswertungen unter Anwendung moderner Kriminaltechnik und einer intensiven länderübergreifenden Zusammenarbeit mit anderen Polizeidienststellen. Ein Weg, den wir auch zukünftig beschreiten wollen.“
Die Kriminalitätsentwicklung stellt sich im Schutzbereich Barnim im Jahr 2010 territorial unterschiedlich dar:
Polizeiwache Bernau (Niederbarnim) – kaum Kriminalitätsanstieg
Im Niederbarnim ist 2010 ein sehr geringfügiger Anstieg der erfassten Fälle, um 0,3 %, im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. In absoluten Zahlen drückt sich das wie folgt aus: 2010= 7.934 Fälle; 2009 = 7.912 Fälle. Das entspricht einer Zunahme von lediglich 22 Fällen und dürfte einer normalen statistischen Schwankungsbreite entsprechen.
Insgesamt entfallen 49,1 % der registrierten Kriminalität auf den Niederbarnim. Die HZ für den Niederbarnim ist (wegen der größeren Einwohnerzahl) deutlich niedriger als im Oberbarnim und ist im Vergleich zu 2009 noch geringfügig gesunken (2010: 7.234; 2009= 7.244).
Im Berichtsjahr wurden im Niederbarnim 3.173 Tatverdächtige (TV) ermittelt (2009 = 3.299). Die AQ liegt bei 52,1 %.
Polizeiwache Eberswalde (Oberbarnim) – Fallzahlen angestiegen
50,9 % der registrierten Kriminalität entfallen auf den Oberbarnim.
Hier ist im Gegensatz zum Niederbarnim ein deutlicher Anstieg der Fallzahlen im Vergleichszeitraum zu verzeichnen (55,5 %). In absoluten Zahlen dargestellt, wurden 2010 = 8.215 Fälle erfasst (2009 = 5.284; absolut: 2.931 Fälle mehr, wobei hier mit 2.063 Fällen das Großverfahren in Eberswalde wieder besonders zu Buche schlägt.
Im Oberbarnim wurden im Jahr 2010 mit 2.200 mehr Tatverdächtige (TV) ermittelt, als im Jahr 2009 (2.125 TV). Das ist hervorzuheben, da in Bezug auf das Großverfahren nur ein TV allein für 2063 Straftaten in Frage kam. Die AQ beträgt 65,6 % und erreichte durch die Aufklärung der Straftatenserie einen noch höheren Stand als 2009 (54,6 %).
Die HZ für den Oberbarnim liegt für das Jahr 2010 bei 12.217 (2009 bei 7.809).
Mehr entwendete Kraftwagen
Dem Landestrend entsprechend, ist auch im Barnim die Zahl der entwendeten Kraftwagen im Berichtsjahr angestiegen (+28,6 %). Im Jahr 2010 wurden 234 Fälle registriert (2009:182 Fälle). Im Vergleich weisen beide Wachbereiche diese Tendenz auf. Im Niederbarnim verschwanden 140 Kraftwagen (2009: 107). Das entspricht einem Anstieg von 31 %. Im Oberbarnim wurden im Berichtsjahr 94 Kraftwagen (2009: 75) entwendet, das entspricht einem Zuwachs von 25,3%. Von den Autodieben bevorzugte Orte waren Eberswalde (59 Fälle), Bernau bei Berlin (49 Fälle), Ahrensfelde-Blumberg (35 Fälle) und Wandlitz (17 Fälle). Bevorzugte Fahrzeugtypen waren VW (44 Fälle), Audi (12 Fälle) und Skoda (4 Fälle).
Dazu POR Toppel: „Diese bundesweite Entwicklung hat auch vor unserem Schutzbereich nicht halt gemacht. Wir registrieren deutliche Aktivitäten Krimineller und krimineller Banden, die versuchen gestohlene Fahrzeuge auch über Transitstrecken durch den Barnim in Richtung Osteuropa zu schleusen.
Besonders Autobahn- und Kriminalpolizei arbeiteten hier mit der Bundespolizei und dem Zoll eng zusammen. Das hat in der Vergangenheit bereits zu einigen Fahndungserfolgen geführt. Das Netz wird zukünftig für die Täter durch verstärkte und gezielte Maßnahmen und eine gute Zusammenarbeit mit den polnischen Behörden noch enger gespannt, um diesem Phänomen entgegenzuwirken.“
Mehr Einbrüche in Einfamilienhäuser oder Wohnhäuser
„Bekämpfung der Wohnungseinbrüche hat besondere Priorität“ (Toppel)
Im vergangenen Jahr wurden im Barnim 212 Wohnungseinbrüche erfasst. Das entspricht einem Anstieg um 74 Fälle bzw. um 53,6% (2009: 138). Oberbarnim und Niederbarnim sind, wenn auch unterschiedlich stark, von diesem Anstieg betroffen. Während entsprechende Einbrüche im Eberswalder Bereich um knapp 20 % (2010: 55; 2009: 46) anstiegen, weist die Statistik für den Niederbarnim einen Anstieg um 70,7% aus (2010: 157; 2009: 92).
Die AQ konnte in diesem Deliktbereich von 22,5 % auf 39,6 % gesteigert werden!
POR Toppel: „Wohnungseinbruch ist ein Delikt, das das Sicherheitsgefühl der Bürger stark beeinflusst. Deshalb haben wir auf diese Entwicklung sofort reagiert. Zur Bekämpfung dieser Kriminalität wurde die Ermittlungsgruppe „Rabe“ frühzeitig ins Leben gerufen.
Die AQ, die im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht werden konnte, zeigt, dass wir erfolgreich waren und das übrigens auch durch die gute Mitarbeit der Bevölkerung, insbesondere durch wertvolle Zeugenhinweise.
In Bernau konnte so u.a. eine Einbruchserie mit insgesamt 14 Straftaten, aufgeklärt werden. Ein weiterer bedeutender Aufklärungserfolg in der Bekämpfung von Einbrüchen in Einfamilienhäuser gelang Beamten der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Berlin-Brandenburg beider Landeskriminalämter in enger Zusammenarbeit u.a. mit der Barnimer Kriminalpolizei. Hier wurde eine osteuropäische Tätergruppe dingfest gemacht, die, in Bandenstrukturen handelnd, in Brandenburg und Berlin agierte. Für unseren Bereich konnten so durch die Unterstützung der EG „Rabe“ eine Reihe von Einbrüchen in Einfamilienhäuser, die in Ahrensfelde verübt wurden, aufgeklärt werden. “
Deutlich weniger Sachbeschädigungen
Knapp 17 % weniger Fälle von Sachbeschädigungen registrierte der Schutzbereich im vergangenen Jahr. Wurden in 2009 noch 2.085 Sachbeschädigungen erfasst, sank die Zahl im vergangenen Jahr um 352 Fälle auf 1733. Dabei sanken die Fallzahlen im Niederbarnim um 22,7 % auf 854 Fälle (2009: 1.105) und im Oberbarnim um 10,3 % auf 879 Fälle (2009: 980).
Die AQ beträgt 30 %. Erfreulich ist dabei, dass sich hier auch die Graffiti-Delikte verringert haben. Im Jahr 2010 wurden insgesamt 527 Fälle, und damit immerhin 100 Graffiti-Delikte weniger als im Vergleichszeitraum, erfasst. Mit 166 aufgeklärten Straftaten wurde eine Aufklärungsquote von 31,5% erreicht. Örtliche Schwerpunkte bildeten, wie in den vergangenen Jahren, die Städte Eberswalde und Bernau. Bei beinahe ¾ aller erfassten Fälle befindet sich der Tatort in Bernau oder Eberswalde.
Die 103 ermittelten Tatverdächtigen sind delikttypisch zumeist Kinder, Jugendliche oder Heranwachsende (88%).
Überdurchschnittlich häufig wurden Gebäudefassaden von Schulen und Kindergärten zum Angriffsziel der Täter und durch Schmierereien verunziert und beschädigt. Der Schaden ist oft beträchtlich, so wie in dem Fall vom 24.09.2010, als unbekannte Täter in der Nacht die Fassade einer Bernauer Schule beschmiert hatten. Der Sachschaden wurde hier mit etwa 4.000 Euro beziffert. Der Gesamtschaden für das Jahr 2010 wird auf 157.180 Euro geschätzt.
Das Strafmaß für dieses Delikt wird oft als gering empfunden. Allerdings sind die zivilrechtlichen Ansprüche an die verurteilten Täter oft immens und können schon im jugendlichen Alter zu einer hohen Verschuldung führen. Vor diesem Hintergrund wird durch das Sachgebiet Prävention eine entsprechende Aufklärungsarbeit an Schulen geleistet.

 

Festschrift zum 250. Geburtstages des Dichterpastors F.W.A. Schmidt


Werneuchen-Aus alter Zeit
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