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Weihnachtszeitung der Stadt Werneuchen von 1948

18.03.2012
Kinder im feuchten Gutshaus untergebracht

Wer von den Abgeordneten hat sich den Keller des Gutshauses angesehen, bevor er entschieden hat meine Tochter in einem feuchten Raum betreuen zu lassen, oder hat das auch der BM entschieden?
Kerstin Völker
Sehr gehrte Frau Völker,
an die Aufregung um die Unterbringung von Hortkindern kann ich mich noch sehr gut erinnern, da ich mich nach Bekanntwerden der Probleme sehr intensiv damit beschäftigt habe. Ihr Mann wird sich vielleicht erinnern können, dass ich bei den damaligen „Krisengesprächen“ anwesend war. Ich habe mit dem Kitaausschuss, mit vielen Eltern und Horterzieherinnen gesprochen, bis Letzteren der Mund verboten wurde. Unter Androhung von disziplinarischen Konsequenzen durften Kindergärtnerinnen/Horterzieherinnen nicht mehr mit Stadtverordneten über die Kita-/Hortproblematik sprechen.

Zu Ihrer eigentlichen Frage:

Ja, die Stadtverordneten mussten damals – sie kennen die Vorgeschichte selbst – zustimmen, das Gutshaus teilweise zum Hort umzufunktionieren. Die Unterbringung der Kinder war selbstverständlich wichtiger als andere.

Nein, die Stadtverordneten haben diese Räume vorher nicht besichtigt, denn als Ehrenamtliche gehört das auch nicht zu unseren Aufgaben Es gibt enge gesetzliche Regelungen für die Unterbringung von Kindern und die sind durch die Verwaltung einzuhalten. Vielmehr war es also Aufgabe des Bürgermeisters und des Landesjugendamtes die Nutzungsmöglichkeit der Räume für die Kinderbetreuung zu prüfen bzw. sogar zu genehmigen. Der Bürgermeister informierte die Stadtverordneten seinerzeit, dass diese Genehmigung vorlag. Was er uns allerdings verschwieg und wir erst im Nachhinein herausfanden war, dass die Genehmigung nur im Zusammenhang mit der Nutzung der Räume im Obergeschoss erteilt worden war. Diese hatte er dem Hort aber anfangs gar nicht zur Verfügung gestellt. Er hatte also das Landesjugendamt, die Eltern und die Stadtverordneten getäuscht.

>Ich habe damals den Hort besucht und mich davon überzeugt, dass die Räume im Keller viel zu wenig Raum boten. Ich konnte nicht glauben, dass dies den Anforderungen entsprach. Durch Akteneinsicht habe ich dann herausgefunden, dass dem Landesjugendamt bei deren Begehung die Räume im Obergeschoss und im Keller als zukünftige Horträume präsentiert worden waren. Für die Kellerräume allein hätte es für diese Kinderzahl nie eine Genehmigung gegeben. Erst nachdem diese Sache aufgeflogen war, bot der Bürgermeister den Eltern an, dass doch demnächst auch die Räume im Obergeschoss – so wie heute praktiziert – genutzt werden können.

Ich hoffe, Ihre Frage damit ausreichend beantwortet zu haben.
Eva Strys

 

Festschrift zum 250. Geburtstages des Dichterpastors F.W.A. Schmidt


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Hinweis: Nachrichtentexte geben den Sachstand am Tag ihrer Veröffentlichung wieder.

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