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Weihnachtszeitung der Stadt Werneuchen von 1948


10.06.2013, Werneuchen - Für einen Zebrastreifen

 

Aufruf an alle interessierten Eltern der SchülerInnen der Grundschule Werneuchen

 

Im Haushaltsentwurf der Stadt Werneuchen ist ein Posten von 26.000 Euro für den Bau einer Fahrbahneinengung in der Wesendahler Straße eingestellt, Hiermit soll ein Problem gelöst werden, welches seit dem Bestehen der Grundschule und der Wesendahler Straße als Hauptzufahrtsstraße existiert. Das Problem besteht im Wesentlichen darin, dass Schüler der Grundschule, welche aus Richtung Goethestraße, um die Grundschule zu erreichen die Wesendahler Straße überqueren müssen, keinen direkten Punkt dafür vorfinden. Nach diversen Anfragen und Ortsbegehungen wurde festgestellt, dass vor allem durch die nicht immer angemessene Fahrweise und fehlender Einhaltung der vorgeschriebenen Geschwindigkeit von 30 km/h der automobilen Verkehrsteilnehmer mehrfach Gefahrensituationen für die Kinder entstanden. Richtiger Weise beschieden die Verantwortlichen einen akuten Handlungsbedarf. Es muss ein für die Kinder ersichtlicher und nachvollziehbarer Punkt zur Überquerung geschaffen werden, welchen es bisher nicht gibt, ohne das die Schüler von den Autos gefährdet werden. Die Verantwortlichen der Stadt Werneuchen vereinbarten demnach einen Ortstermin mit den Zuständigen der Kreisverwaltung, um die Schaffung eines Fußgängerüberweges anzuregen. Die Reaktion des Kreises war, für uns nicht nachvollziehbar, in Bezug auf einen Fußgängerüberweg, negativ. Da es sich bei der Wesendahler Straße durch die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30km/h bereits um eine verkehrsberuhigte Zone handelt, ist ein Fußgängerüberweg nach deren Meinung nicht das geeignete Mittel zur Beseitigung des Problems. Vielmehr genehmigte man die Schaffung einer Einengung der Straße, so dass lediglich ein Fahrzeug diesen Punkt durchfahren kann, wobei der Gegenverkehr Vorfahrt zu gewähren hätte. Wir sind der Meinung, dass diese Maßnahme nicht das gewünschte Resultat zur Folge hat. Autofahrer könnten, in der morgendlichen Eile vornehmlich auf den Wunsch fokussiert sein, als erste die Einengung zu passieren und womöglich davor sogar beschleunigen, lediglich den entgegenkommenden Verkehr und nicht die Kinder beachtend. Für die Kinder ist die Einengung keine „ausgewiesene" Stelle zur Straßenüberquerung. Die Einengung würde, spätestens in den Wintermonaten, zu einem unüberschaubaren Chaos an der Kreuzung Wesendahler Straße/ Goethestraße führen, was auch nicht zur verstärkten Obacht der Autofahrer beiträgt. Die Tatsache, dass es sich bei dieser Maßnahme um einen temporären Eingriff bis zur kompletten Neugestaltung der Kreuzung handeln soll, trägt noch mehr zum Unverständnis für eine derartige Investition bei. Wir bitten die zuständige Kreisverwaltung um eine plausible Erklärung, warum die Schaffung eines Fußgängerüberweges nicht das geeignete Mittel zur Minimierung des Problems darstellt. Ein Fußgängerüberweg ist für die Kinder ein klarer Punkt, an welchem sie sicher die Straße überqueren können sollten. Er ist ihnen aus der Verkehrserziehung für einen solchen Zweck bekannt.
Autofahrer, welche nicht den Vorrang der Fußgänger beachten, können leicht sanktioniert und dadurch sensibilisiert werden.
Bis zum 17. Juni 2013 können Eltern, welche dem Aufruf folgen ihre Willenserklärung in der Grundschule abgegeben.

Festschrift zum 250. Geburtstages des Dichterpastors F.W.A. Schmidt


Werneuchen-Aus alter Zeit
ist ein Buch zur Geschichte der Stadt Werneuchen
Eine Vorschau finden Sie hier: Werneuchen - Aus alter Zeit - Google Books-

Hinweis: Nachrichtentexte geben den Sachstand am Tag ihrer Veröffentlichung wieder.

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