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Weihnachtszeitung der Stadt Werneuchen von 1948


16.09.2013, Mit Kanonendonner und Schulterklopfen – Erfolgsstory Werneuchen

(kk) Wie sehr sich die Sicht der Dinge doch unterscheiden kann! Der Brandenburger Finanzminister, Helmuth Markov (Die Linke), lud im Rahmen des so genannten Konversionssommers auf den ehemaligen Flugplatz in Werneuchen. Um sein Fazit vorweg zu nehmen “das ist genau das, was wir brauchen”.
Tatsächlich beschreibt der Brandenburger Finanzminister die Werneuchener Tatsachen als Erfolg auf ganzer Linie und dabei steht er sogar mitten drin, umgeben von Ruinen – die einstmals als voll funktionstüchtige Bauten von der russischen Armee übergeben wurden.
Was für ein Spektakel! Rundflug über die bewaldeten Ruinen, ein Schuss aus der Kanone der Schützengilde und eine Trecker Rundfahrt auf dem Sonderlandeplatz. – perfekt organisiert.
Tatsache ist doch, dass von den ehemaligen 14 Kasernenbauten nur sechs zu Wohnhäusern umgebaut worden sind. Die restlichen Gebäude verfallen zunehmend. Bäume wachsen um und in den Gebäuden und haben zum Teil schon die Dächer in ihren Lebensraum mit einbezogen. Einige Investoren wollten die mittlerweile unter einem doch fragwürdigen Denkmalschutz stehenden Gebäude zu Wohnzwecken umbauen. Alle haben ihr Interesse ob der langen und unergründlichen Verwaltungswege der Brandenburger Boden Gesellschaft (BBG) verloren.
Für das eine Heizhaus gab es Investoren, die ein Museum daraus machen wollten – es wurde abgerissen. Um das zweite Heizhaus bemüht sich seit mehreren Jahren ein Investor, er möchte hier eine Reparaturwerkstatt für Groß- und Landmaschinen einbauen. Bisher stößt der Investor auf taube Ohren.
Und der Minister hat Recht, es wird immer schwerer Investoren zu finden, denn die Suche nach einer in den letzten zwanzig Jahren erfolgten Sanierung oder Erneuerung der Infrastruktur endet mit einer Fehlanzeige! Kein flächendeckendes Wasser- und Abwassersystem, Keine Stromversorgung und auch die Frage nach schnellem Internet – eine Voraussetzung für die Ansiedlung von Gewerbe – kann nicht beantwortet werden.
Auch die Frage nach der Schaffung von Arbeitsplätzen auf den bereits verkauften Flächen bleibt ohne Ergebnis. Und eine Straße wurde gebaut, abgehend von der Alten Hirschfelder Str.. Wohin nur führt diese Straße Herr Minister? Doch ist nicht etwa eine Straße gemeint, die zu den Shelter führen soll? Wer sich die Mühe macht wird feststellen, dass die Shelter zum Teil in einem halb sanierten Zustand vorzufinden sind, weil die BBG diese Bauten verkaufte, aber deren Lage außerhalb der Bebauungspläne liegen. Im benachbarten Berlin wird so etwas als Verkauf von Schrottimmobilen vor Gerichten verhandelt.
Und auch der erfolgreiche Aufbau von Fotovoltaikanlagen ist kritisch zu sehen, denn die Zielsetzung von Konversionsmaßnahmen war es doch, vor allem die betonierten Flächen zurück zu bauen. Davon ist man in Werneuchen weit entfernt, denn diese Anlagen erhielten alle Standorte auf der grünen Wiese und nicht auf ehemaligen Rollbahnanlagen.
Und auch der Unterschied zwischen einem Sport- und Freizeitflugplatz (Verkehrslandeplatz) und dem in Werneuchen zugelassenen Sonderlandeplatz sollte geklärt werden. Auf Sonderlandeplätzen darf nur der Betreiber starten und landen. Betreiber in Werneuchen ist die Stadt mit einem 2,5%prozentigen Anteil und die Firma Berger Bau. Für einen Verkehrslandeplatz fehlen mittlerweile doch alle Voraussetzungen.
Und der Appell der Stellvertretenden Bürgermeisterin Werneuchens an den Minister, man solle doch die Denkmalschutz Richtlinien hinsichtlich der Ruinen nochmals überdenken, wird wohl ungehört in den leer stehenden Hangern verhallen.
Auch der Bürgermeister, Burkhard Horn (Die Linke) versuchte ja schon, mit seinem Vorschlag, wenigstens eine Ruine zu Wohnungen für Asylbewerber umzubauen, die städtebauliche Entwicklung wieder in Gang zu bekommen. Das scheiterte wohl daran, dass Brandenburg die dann benötigten zwei bis drei Mitarbeiter für die Betreuung der Asylbewerber nicht bezahlen könnte.
Ein Gutes hat aber der jetzige Stand der Entwicklung des Flugplatzgeländes doch. So lange wie es hier plan- und ziellos weitergeht, sind wenigstens die Arbeitsplätze in der BBG gesichert.
Archivbilder: In diesem Zustand wurde der Flugplatz von der sowjetischen Garnison übergeben!


Festschrift zum 250. Geburtstages des Dichterpastors F.W.A. Schmidt


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Hinweis: Nachrichtentexte geben den Sachstand am Tag ihrer Veröffentlichung wieder.

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