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25.03.2014, Werneuchen - Festschrift zum 250. Geburtstag des Dichterpastors Schmidt

Am 23. März 2014, dem 250. Geburtstag des bekannten Dichterpastors Schmidt von Werneuchen. F. W. A. Schmidt der von 1795 bis zu seinem Tod 1838 Pfarrer in Werneuchen war, schrieb zwischen 1787 und 1802 eine erstaunliche Anzahl von Gedichten, welche er in zum Teil in reich illustrierten Büchern verlegen ließ. Für seine Sinnesart gehen aus den Werneuchner Kirchenbüchern einhellig Lauterkeit und Güte, Wahrhaftigkeit und niemals verletzende Offenheit als bestechendste Eigenschaften hervor.
Schmidt deutet den Vater eines am 25. November 1808 geborenen unehelichen Kindes verschämt in lateinischer Sprache als französischen Soldaten an: „Pater dicitur fuisse miles Franco-Gallicus nomine Roux“, "Der Vater soll ein französischer Soldat namens Roux gewesen sein". Von einem am 18. Februar 1813 mittags 12 Uhr geborenen Kinde: „Dieses Kind ist unter dem Donner der Kanonen, unter großer Angst der Mutter geboren, da die Franzosen mit den russischen Kosaken auf unsrer Feldmark scharmutzieren“.
Schmidt berichtet von dem ungeheuerlichen Kleinkindersterben in Werneuchen an Krämpfen, Röteln, Masern, Stickhusten und vor allem von 1805 bis 1809 an „Menschenpocken“, was ihn zuerst zu der harten Feststellung nötigt: „Die Eltern haben die Einimpfung der Schutzblattern böswillig unterlassen“, später zu der entrüsteten Bemerkung veranlasst: „Pudeat omnino parentes, salute liberorum tam negligenter consuluisse“, "Es sollten sich die Eltern geradezu schämen, derart nachlässig sich um das Wohl ihrer Kinder gekümmert zu haben" und ihm zuletzt noch ein resignierendes „Leider!“ abzwingt. An anderer Stelle glauben wir wiederum den bitteren Groll fruchtloser Vermahnungen zu hören, wenn er 1813  bei dem Tode eines 49-jährigen Junggesellen unverblümt und lapidarisch als Todesursache angibt: „Besoffenheit“ (KB S26).
Pastor Schmidt wurde, wenige Schritte vom Petitjeanschen Erbbegräbnis entfernt, an der Seite seiner Gattin und zu Häupten seines jüngsten Söhnchens Ulrich beigesetzt. Ein eisernes Grabkreuz inmitten alter Eisenumfriedung weist noch heute daraufhin, dass dort unter dem Efeuhügel der Dichterpastor Schmidt von Werneuchen nunmehr etwa 180 Jahre ruht. 

Festschrift zum 250. Geburtstages des Dichterpastors F.W.A. Schmidt


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ist ein Buch zur Geschichte der Stadt Werneuchen
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Hinweis: Nachrichtentexte geben den Sachstand am Tag ihrer Veröffentlichung wieder.

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