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Weihnachtszeitung der Stadt Werneuchen von 1948

26.12.2014, Werneuchen - Heute wäre Georg Siebert, erster Nachkriegsbürgermeister von Werneuchen, 124 Jahre alt geworden

(mk) Heute wäre einer - aus der Geschichte der Stadt Werneuchen - herausragensten Persönlichkeiten 124 Jahre alt geworden. Georg Siebert wurde am 26. Dezember 1890 in Werneuchen als Sohn des Landarbeiters Karl S. und dessen Ehefrau Wilhelmine (geb. Barsch, * 29. März 1893 in Trappenfelde), als jüngstes von 6 Kindern, geboren. Vom 6. bis zum 14. Lebensjahr besuchte er die Volkschule Werneuchen und erlernte von 1905 bis 1908 das Dachdeckerhandwerk. Nach anschließender zweijähriger Wanderschaft kam er wieder nach Werneuchen. Im Jahr 1908 schloss er sich der SPD an, in der er bis zum Kriegsbeginn 1914 verblieb. Er war verheiratet mit Anna geb. Albrecht und hatten 6 Kinder. Das jüngste Kind war Sonja Siebert (*4.5.1929, eingeschult 1935, Konfirmation 1943, Am 7. Oktober 1959 Verdienstmedaille der DDR von Grotewohl).
Den Krieg machte Siebert als Sanitätsoffizier beim Infanterie Regiment "Graf Tauentzien" und dann im I. Ersatz Batallion Infanterieregiment 20 Wittenberg mit. 1916 wurde er Mitglied der USPD, besuchte die Arbeiterbildungsabende und stellte sich damals auf die Seite Karl Libknechts 1918 bildete er in Werneuchen einen Arbeiter- und Soldatenrat und nahm hier an der Niederschlagung des Kapp-Putsches teil. 1919 war er an der Gründung der KPD in Werneuchen maßgeblich beteiligt 1920 erwarb er ein Wohngrundstück in Rudolfshöhe (Zetkinstraße bzw. Askanierstraße 2) und fand sich wieder mit der SPD Gruppe Werneuchen zusammen, jedoch mit dem Ziel, die ganze Gruppe in die KPD zu überführen, was 1920 auch noch gelang. Bis 1933 war er Ortsgruppenleiter und Stadtverordneter der KPD in Werneuchen und gab in dieser Eigenschaft eine Ortszeitung "Der rote Scheinwerfer" heraus. Aus diesem Grunde wurde er 1933 verhaftet und es folgten Gefängnis und Konzentrationslager. Nach seiner Freilassung unterlag er als Staatsfeind bis 1937 einem Beschäftigungsverbot und wurde deshalb auch von den Arbeitsämtern nicht vermittelt. So übernahm er Gelegenheitsarbeiten.
Von 1941 bis April 1945 arbeitete er in Werneuchen bei dem Dachdeckermeister Erich Küter. Nach dem Einmarsch der Roten Armee nahm er sofort an den Wiederaufbauarbeiten bei der Stadtverwaltung Werneuchen teil. Am 11.10.1945 wurde er Stadtrat und am 1. Mai 1946 erster Nachkriegsbürgermeister von Werneuchen.

Ab Mai 1946 war er Leiter der Kulturabteilung und Ortsgruppenleiter der KPD und ab 1946 Mitglied der SED. Er bemühte sich als Bürgermeister von Anfang an die zugeteilten Lebensmittel und Bedarfsgüter gerecht zu verteilen und die Lebenshaltung durch die Beschaffung von Gemüse und anderen freien Lebensmitteln zu verbessern. Er war ein Vorkämpfer der Bodenreform und Gründer der Konsumgenossenschaft in Werneuchen. Er organisierte zuerst noch auf Parteikosten die Schulspeisung und setzte sich unermüdlich zur Behebung der Schwierigkeiten ein, die sich wegen der  starken russischen Garnison in den Wohnverhältnissen ergaben, ein.
Auszeichnungen:
Medaille "Teilnahme an den bewaffneten Kämpfen 1918 - 1923, Medaille "Vaterländischer Verdienstorden in Bronze, Ehrennadel der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft in Gold

 

 

Festschrift zum 250. Geburtstages des Dichterpastors F.W.A. Schmidt


Werneuchen-Aus alter Zeit
ist ein Buch zur Geschichte der Stadt Werneuchen
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Hinweis: Nachrichtentexte geben den Sachstand am Tag ihrer Veröffentlichung wieder.

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